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Herzlich willkommen…

auf der offiziellen Webseite! Neuigkeiten und Termine zu meinen Büchern, Lesungen und Projekten.

Dirk-Olaf Poniewas

Brancheninsider/Autor

Tauchen Sie ein in unbekannte und bizarre Welten

Der Partnervermittler Wa(h)re Liebe

Coming soon — 346 Seiten

* skur­riel  * ent­hül­lend  * unter­halt­sam

Die Wahr­heit über Part­ner­agen­tu­ren sowie Online-Kon­takt­bör­sen, ihren Tricks, den Mit­ar­bei­tern, der Kund­schaft und mich. Grund­lage ist mein über 30-jäh­ri­ger beruf­li­cher Wer­de­gang in die­ser zwie­lich­ti­gen Bran­che.

 

Liebe ist ein äußerst lukra­ti­ves Geschäft. Der ein­zig­ar­tige Ein­blick in die Dating– und Kup­pel­bran­che!

Mein Vater betrieb meh­rere Part­ner­ver­mitt­lun­gen. Ich war gerade 18 Jahre alt, als er mich bat, für ein paar Tage in der Firma aus­zu­hel­fen, und ich betrat eine Welt, die den meis­ten Men­schen ver­schlos­sen bleibt. Die­ses hatte Aus­wir­kun­gen auf mein Leben und auf das von gut­gläu­bi­gen Sin­gles.

Sie erfah­ren, wie diese oft mit zwei­fel­haf­ten Tricks zum Zah­len von Tau­sen­den ver­an­lasst wer­den. Auch über die Allü­ren dubio­ser Mit­ar­bei­ter und mich, wer­den Sie ungläu­big mit dem Kopf schüt­teln, manch­mal sogar schmun­zeln. Die Kun­den über­ra­schen auch.

Diese Bio­gra­fie der ganz ande­ren Art – mit New Adult Ele­men­ten – pen­delt zwi­schen Real­sa­tire und Krimi. Zudem erhal­ten Sie nach eini­gen Kapi­teln die­ser unter­halt­sa­men Story aktu­elle Insi­der-Infor­ma­tio­nen.

Die Paartherapeutin — Weißt du, wer ich bin?

Coming soon — 442 Seiten

Klappentext

Ihre Pra­xis ist begehrt. Wer­den auch Sie ihr Opfer?

 

Ramona ist eine junge, gefragte Paar­the­ra­peu­tin in Ber­lin. Statt zu hel­fen, nutzt sie ihr Wis­sen, um gezielt gebun­dene Män­ner in ver­bo­tene Affä­ren zu ver­stri­cken. 

 

Für sie ist es ein Spiel aus Macht und Lust, eine Flucht vor der eige­nen Iden­ti­tät. Denn ihr größ­ter Wunsch scheint uner­füll­bar: eine eigene Fami­lie.

 

Als sie Oli­ver, Maria und ihren klei­nen Sohn ken­nen­lernt, wit­tert sie ihre Chance. Sie ver­führt das Paar. Beses­sen vom Fami­li­en­glück, beginnt sie ein per­fi­des Spiel.

Eine Frau, ein Mann und ein Kind. Für Ramona ist klar: Einer von ihnen ist zu viel.

Hin­ter ihrer mas­ken­haf­ten Ele­ganz lau­ert eine Dun­kel­heit, die tief in die Rui­nen ihrer Jugend in Ser­bien zurück­reicht. Ein blu­ti­ges Geheim­nis, das nie­mals ans Licht kom­men darf.

 

Um ihre Exis­tenz zu schüt­zen und ihre Ziele zu errei­chen, nimmt sie Tote nicht in Kauf – sie plant sie.

 

Oli­ver ver­liebt sich in Ramona. Ist das auch sein Todes­ur­teil?

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Nicht nur ein abgrün­di­ger Psy­cho­thril­ler, son­dern auch eine moderne Tra­gö­die über Trauma, Beses­sen­heit und die Frage: Weißt du wirk­lich, wer dein Part­ner ist? Eine Geschichte, die Gen­res sprengt und zu Dis­kus­sio­nen anregt.

Leseprobe / Kapitel 50

Ramona hielt ein klei­nes, dau­men­gro­ßes Glas­fläsch­chen in ihrer rech­ten Hand, das ebenso schwarz war wie ihre Fin­ger­nä­gel und ihre Klei­dung. Die sehr kleine Öff­nung des Fläsch­chens zeigte nach unten. Bei jedem Trop­fen, der her­aus­kam und auf den Boden der lee­ren Kaf­fee­tasse dar­un­ter plumpste, zählte sie kon­zen­triert und leise mit.

    »…11, 12, 13, 14« Ihre Gesichts­züge waren ernst, und die schwarz geschmink­ten Lip­pen unter­stri­chen diese Ernst­haf­tig­keit. Als sie bei 15 ange­kom­men war, stoppte sie, drehte den Ver­schluss zu und stellte die Tasse unter den Kaf­fee­aus­lauf.

Anschlie­ßend schaute sie mit zusam­men­ge­press­ten Lip­pen aus dem Küchen­fens­ter und betrach­tete das Trei­ben auf der Straße, bevor sie zum Ess­tisch ging. Das Fläsch­chen steckte sie in die dar­auf lie­gende Hand­ta­sche und nahm Platz.

Vor ihr stand ein wei­te­res Fläsch­chen Nagel­lack. Der mar­kante Duft des Nagel­lacks schwebte in der Luft. Sie atmete tief ein und aus und lächelte zufrie­den.

Nach einem kur­zen kri­ti­schen Blick auf ihre schwarz lackier­ten Fin­ger­nä­gel betrach­tete sie das nach oben gerich­tete Dis­play ihres Smart­phones auf dem Tisch, das 10:46 Uhr anzeigte. Das Tablet lag eben­falls dort.

Im Wohn­zim­mer lief leise Musik. Ihr Kopf wackelte leicht zum Rhyth­mus einer Bal­lade. Als der Sän­ger den Refrain begann, zuck­ten Ihre schwarz geschmink­ten Lip­pen kurz, und sie sang mit. “Give me your love. Give me your love”. Minu­ten­lang saß sie so da, bis das Lied been­det war und von selbst erneut zu spie­len begann. Der Song war ebenso wie ihre Gedan­ken in einer End­los­schleife gefan­gen.

    Plötz­lich klin­gelte es am Ein­gang. Sie stand auf, blickte kurz zu dem Foto­rah­men mit dem Foto von sich, Daniel und Oli­ver auf dem Wohn­zim­mer­schrank, bevor sie die Tür öff­nete. »Warum klin­gelst du?«, fragte sie, als sie Oli­ver erkannte.

    »Ich dachte, wir fah­ren direkt wei­ter«, ant­wor­tete Oli­ver und wackelte mit den Hän­den.

   »Hat­test du Angst, ein­fach so her­ein­zu­kom­men? Du und Lili­put, ihr wohnt auch hier. Ver­giss das nicht!«, sagte Ramona und setzte sich an den Ess­tisch zurück. Von dort rief sie: »Komm rein! Wir haben noch Zeit. Meine Fin­ger­nä­gel müs­sen auch noch ein wenig trock­nen.«

Er schloss die Tür und setzte sich ihr gegen­über an den Ess­tisch.

Ihre Hände ruh­ten auf der Tisch­platte. Sein Blick wan­derte unwill­kür­lich zu ihren Haa­ren, die im Ver­gleich zu sonst zu glü­hen schie­nen. Ramona strahlte ihn an und auch ihre Haare strahl­ten ihm ent­ge­gen näm­lich in einem hel­len Blond­ton.

    »Was ist das? Du hast die Haare gefärbt!«, bemerkte er über­rascht. 

    Ramona hob ihren Kopf, als wolle sie ihm ihre neue Haar­farbe wie eine kost­bare Tro­phäe prä­sen­tie­ren. »Ich war ges­tern beim Fri­sör«, begann sie. »Wenn ein neuer Lebens­ab­schnitt beginnt… Naja, das machen viele Frauen so«, erklärte sie mit einem Bambi-Blick, der um Gnade zu fle­hen schien.

    Er sah kurz auf die Nagel­lack­fla­sche und ihre Hände. »Sag mal, warum sind deine Fin­ger­nä­gel schwarz lackiert? Die waren noch nie schwarz«, wollte er von ihr wis­sen.

    »Nicht mehr, seit wir zusam­men sind. Es war eine Zeit der Freude und des Glücks mit dir. Das ist jetzt vor­bei.« Sie wackelte mit den Fin­gern. »Das sind Sym­bole für meine Stim­mung heute«, mur­melte sie.

    Er zuckte mit den Schul­tern, wäh­rend sie ihn mit tief­trau­ri­gen Augen ansah. »Müs­sen wir wirk­lich zum Anwalt, Dar­ling?«, fragte sie leise und demü­tig. Oli­ver schloss seine Augen und schwieg. Für Ramona waren es hoff­nungs­volle Sekun­den. Sekun­den, die ihr wie eine Ewig­keit vor­ka­men.

    Doch als er schließ­lich sprach, war seine Ant­wort für sie keine Erlö­sung, son­dern ein Schlag ins Gesicht. Er öff­nete die Augen und sagte: »Eine Schei­dung ist das Beste.« Obwohl er seine Worte in einem neu­tra­len Ton aus­sprach, dröhnte jede Silbe in ihrem Kopf wie ein Don­ner­schlag.

    Ihre Hände ver­krampf­ten sich zu Fäus­ten und schnell wie ein Platz­re­gen wur­den ihre Augen feucht. Lang­sam, als stünde sie unter Schock, erhob sie ihre Arme und hielt ihre Hände vor ihr Gesicht. Ihre dunk­len Lip­pen kamen nun beson­ders zur Gel­tung und diese began­nen sich zu bewe­gen. »Du… du zer­störst meine Fami­lie. Nein, deine… unsere… bitte tu das nicht!«, schluchzte sie und drehte den Kopf zur Seite.

Es war eine kurze, doch zutiefst erschüt­ternde Aus­sage, die mit weni­gen, gebro­che­nen Wor­ten einen schmerz­er­füll­ten Blick in ihr zer­ris­se­nes Inne­res gewährte. So zer­stört, so ver­lo­ren hatte er Ramona noch nie gese­hen.

    »Über­treib nicht!«, sagte Oli­ver sach­lich zu ihr.

    Das Tor zu ihrem Inne­ren war wie­der geschlos­sen. »Ent­schul­di­gung, es ist alles sehr schwer für mich«, ent­geg­nete sie, nahm die Hände her­un­ter und stand auf. Sie ging zum Kaf­fee­au­to­ma­ten und wischte sich die Augen mit einem Geschirr­tuch ab. Dann drückte sie den Knopf für die Kaf­fee­zu­be­rei­tung.

    Den frisch gebrüh­ten Kaf­fee stellte sie vor ihm auf den Tisch und sagte: »Hier ist ein Kaf­fee. Ich muss noch kurz ins Bad. Dann kön­nen wir los.« Und sie ver­schwand.

    Er zog das Tablet lang­sam zu sich heran. »Die Musik passt über­haupt nicht«, flüs­terte er vor sich hin. Nach einem kur­zen Moment des Über­le­gens wählte er ein klas­si­sches Stück aus. Wäh­rend er auf sie war­tete, nippte er immer wie­der genüss­lich aus sei­ner Tasse.

    Nach­dem Ramona aus dem Bad zurück­kam, setzte sie sich neben ihn. Kurz sah sie auf seine Kaf­fee­tasse, dann zu ihm und sagte: »Ich liebe dich. Und jetzt… jetzt habe ich alles ver­lo­ren.«

    »Alles?«, ent­geg­nete er knapp.

    »Dich und beruf­lich meine ich damit«, erklärte sie.

    »Wieso beruf­lich?«

    »Tja«, sagte sie mit einem lei­sen Seuf­zer. Ihr Blick senkt sich ver­le­gen auf die Tisch­platte. »Eine Paar­the­ra­peu­tin, die selbst geschie­den ist. Wie inkom­pe­tent wirkt denn das?« Dann schüt­telte sie den Kopf.