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auf der offiziellen Webseite! Neuigkeiten und Termine zu meinen Büchern, Lesungen und Projekten.
Dirk-Olaf Poniewas
Tauchen Sie ein in unbekannte und bizarre Welten
Der Partnervermittler Wa(h)re Liebe
Coming soon — 346 Seiten
* skurriel * enthüllend * unterhaltsam
Die Wahrheit über Partneragenturen sowie Online-Kontaktbörsen, ihren Tricks, den Mitarbeitern, der Kundschaft und mich. Grundlage ist mein über 30-jähriger beruflicher Werdegang in dieser zwielichtigen Branche.
Liebe ist ein äußerst lukratives Geschäft. Der einzigartige Einblick in die Dating– und Kuppelbranche!
Sie erfahren, wie diese oft mit zweifelhaften Tricks zum Zahlen von Tausenden veranlasst werden. Auch über die Allüren dubioser Mitarbeiter und mich, werden Sie ungläubig mit dem Kopf schütteln, manchmal sogar schmunzeln. Die Kunden überraschen auch.
Diese Biografie der ganz anderen Art – mit New Adult Elementen – pendelt zwischen Realsatire und Krimi. Zudem erhalten Sie nach einigen Kapiteln dieser unterhaltsamen Story aktuelle Insider-Informationen.
Die Paartherapeutin — Weißt du, wer ich bin?
Coming soon — 442 Seiten
Klappentext
Ihre Praxis ist begehrt. Werden auch Sie ihr Opfer?
Ramona ist eine junge, gefragte Paartherapeutin in Berlin. Statt zu helfen, nutzt sie ihr Wissen, um gezielt gebundene Männer in verbotene Affären zu verstricken.
Für sie ist es ein Spiel aus Macht und Lust, eine Flucht vor der eigenen Identität. Denn ihr größter Wunsch scheint unerfüllbar: eine eigene Familie.
Als sie Oliver, Maria und ihren kleinen Sohn kennenlernt, wittert sie ihre Chance. Sie verführt das Paar. Besessen vom Familienglück, beginnt sie ein perfides Spiel.
Eine Frau, ein Mann und ein Kind. Für Ramona ist klar: Einer von ihnen ist zu viel.
Hinter ihrer maskenhaften Eleganz lauert eine Dunkelheit, die tief in die Ruinen ihrer Jugend in Serbien zurückreicht. Ein blutiges Geheimnis, das niemals ans Licht kommen darf.
Um ihre Existenz zu schützen und ihre Ziele zu erreichen, nimmt sie Tote nicht in Kauf – sie plant sie.
Oliver verliebt sich in Ramona. Ist das auch sein Todesurteil?
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Nicht nur ein abgründiger Psychothriller, sondern auch eine moderne Tragödie über Trauma, Besessenheit und die Frage: Weißt du wirklich, wer dein Partner ist? Eine Geschichte, die Genres sprengt und zu Diskussionen anregt.
Leseprobe / Kapitel 50
Ramona hielt ein kleines, daumengroßes Glasfläschchen in ihrer rechten Hand, das ebenso schwarz war wie ihre Fingernägel und ihre Kleidung. Die sehr kleine Öffnung des Fläschchens zeigte nach unten. Bei jedem Tropfen, der herauskam und auf den Boden der leeren Kaffeetasse darunter plumpste, zählte sie konzentriert und leise mit.
»…11, 12, 13, 14« Ihre Gesichtszüge waren ernst, und die schwarz geschminkten Lippen unterstrichen diese Ernsthaftigkeit. Als sie bei 15 angekommen war, stoppte sie, drehte den Verschluss zu und stellte die Tasse unter den Kaffeeauslauf.
Anschließend schaute sie mit zusammengepressten Lippen aus dem Küchenfenster und betrachtete das Treiben auf der Straße, bevor sie zum Esstisch ging. Das Fläschchen steckte sie in die darauf liegende Handtasche und nahm Platz.
Vor ihr stand ein weiteres Fläschchen – Nagellack. Der markante Duft des Nagellacks schwebte in der Luft. Sie atmete tief ein und aus und lächelte zufrieden.
Nach einem kurzen kritischen Blick auf ihre schwarz lackierten Fingernägel betrachtete sie das nach oben gerichtete Display ihres Smartphones auf dem Tisch, das 10:46 Uhr anzeigte. Das Tablet lag ebenfalls dort.
Im Wohnzimmer lief leise Musik. Ihr Kopf wackelte leicht zum Rhythmus einer Ballade. Als der Sänger den Refrain begann, zuckten Ihre schwarz geschminkten Lippen kurz, und sie sang mit. “Give me your love. Give me your love”. Minutenlang saß sie so da, bis das Lied beendet war und von selbst erneut zu spielen begann. Der Song war ebenso wie ihre Gedanken in einer Endlosschleife gefangen.
Plötzlich klingelte es am Eingang. Sie stand auf, blickte kurz zu dem Fotorahmen mit dem Foto von sich, Daniel und Oliver auf dem Wohnzimmerschrank, bevor sie die Tür öffnete. »Warum klingelst du?«, fragte sie, als sie Oliver erkannte.
»Ich dachte, wir fahren direkt weiter«, antwortete Oliver und wackelte mit den Händen.
»Hattest du Angst, einfach so hereinzukommen? Du und Liliput, ihr wohnt auch hier. Vergiss das nicht!«, sagte Ramona und setzte sich an den Esstisch zurück. Von dort rief sie: »Komm rein! Wir haben noch Zeit. Meine Fingernägel müssen auch noch ein wenig trocknen.«
Er schloss die Tür und setzte sich ihr gegenüber an den Esstisch.
Ihre Hände ruhten auf der Tischplatte. Sein Blick wanderte unwillkürlich zu ihren Haaren, die im Vergleich zu sonst zu glühen schienen. Ramona strahlte ihn an und auch ihre Haare strahlten ihm entgegen – nämlich in einem hellen Blondton.
»Was ist das? Du hast die Haare gefärbt!«, bemerkte er überrascht.
Ramona hob ihren Kopf, als wolle sie ihm ihre neue Haarfarbe wie eine kostbare Trophäe präsentieren. »Ich war gestern beim Frisör«, begann sie. »Wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt… Naja, das machen viele Frauen so«, erklärte sie mit einem Bambi-Blick, der um Gnade zu flehen schien.
Er sah kurz auf die Nagellackflasche und ihre Hände. »Sag mal, warum sind deine Fingernägel schwarz lackiert? Die waren noch nie schwarz«, wollte er von ihr wissen.
»Nicht mehr, seit wir zusammen sind. Es war eine Zeit der Freude und des Glücks mit dir. Das ist jetzt vorbei.« Sie wackelte mit den Fingern. »Das sind Symbole für meine Stimmung heute«, murmelte sie.
Er zuckte mit den Schultern, während sie ihn mit tieftraurigen Augen ansah. »Müssen wir wirklich zum Anwalt, Darling?«, fragte sie leise und demütig. Oliver schloss seine Augen und schwieg. Für Ramona waren es hoffnungsvolle Sekunden. Sekunden, die ihr wie eine Ewigkeit vorkamen.
Doch als er schließlich sprach, war seine Antwort für sie keine Erlösung, sondern ein Schlag ins Gesicht. Er öffnete die Augen und sagte: »Eine Scheidung ist das Beste.« Obwohl er seine Worte in einem neutralen Ton aussprach, dröhnte jede Silbe in ihrem Kopf wie ein Donnerschlag.
Ihre Hände verkrampften sich zu Fäusten und schnell wie ein Platzregen wurden ihre Augen feucht. Langsam, als stünde sie unter Schock, erhob sie ihre Arme und hielt ihre Hände vor ihr Gesicht. Ihre dunklen Lippen kamen nun besonders zur Geltung und diese begannen sich zu bewegen. »Du… du zerstörst meine Familie. Nein, deine… unsere… bitte tu das nicht!«, schluchzte sie und drehte den Kopf zur Seite.
Es war eine kurze, doch zutiefst erschütternde Aussage, die mit wenigen, gebrochenen Worten einen schmerzerfüllten Blick in ihr zerrissenes Inneres gewährte. So zerstört, so verloren hatte er Ramona noch nie gesehen.
»Übertreib nicht!«, sagte Oliver sachlich zu ihr.
Das Tor zu ihrem Inneren war wieder geschlossen. »Entschuldigung, es ist alles sehr schwer für mich«, entgegnete sie, nahm die Hände herunter und stand auf. Sie ging zum Kaffeeautomaten und wischte sich die Augen mit einem Geschirrtuch ab. Dann drückte sie den Knopf für die Kaffeezubereitung.
Den frisch gebrühten Kaffee stellte sie vor ihm auf den Tisch und sagte: »Hier ist ein Kaffee. Ich muss noch kurz ins Bad. Dann können wir los.« Und sie verschwand.
Er zog das Tablet langsam zu sich heran. »Die Musik passt überhaupt nicht«, flüsterte er vor sich hin. Nach einem kurzen Moment des Überlegens wählte er ein klassisches Stück aus. Während er auf sie wartete, nippte er immer wieder genüsslich aus seiner Tasse.
Nachdem Ramona aus dem Bad zurückkam, setzte sie sich neben ihn. Kurz sah sie auf seine Kaffeetasse, dann zu ihm und sagte: »Ich liebe dich. Und jetzt… jetzt habe ich alles verloren.«
»Alles?«, entgegnete er knapp.
»Dich und beruflich meine ich damit«, erklärte sie.
»Wieso beruflich?«
»Tja«, sagte sie mit einem leisen Seufzer. Ihr Blick senkt sich verlegen auf die Tischplatte. »Eine Paartherapeutin, die selbst geschieden ist. Wie inkompetent wirkt denn das?« Dann schüttelte sie den Kopf.