Poniewas
Wenig später saß ich mit Frau Knuff in einem sehr geräumigen sowie luxuriösen Wohnzimmer auf einem weißen Ecksofa. Und nach ungefähr einer viertel Stunde hielt ich dort ihre prallen Hupen in meinen Händen und fragte mich: „Soll ich noch fester zugreifen?“
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Diese tobte lauthals weiter: »Das hat für euch schlimme Folgen. Meine Tochter kam zu Ihnen, weil sie einen Ehemann sucht, und Sie bumsen mit ihr in der Tiefgarage auf der Motorhaube ihres Mercedes.« Wofür ein gutes deutsches Auto doch alles nützlich sein kann! Noch bevor mir passende Worte einfielen, fuhr die Entrüstete fort: »Ich lasse Ihren Laden schließen. Mein Kind ist erst 17 und wird erst in vier Monaten volljährig.«
(Seite 164)
Claudias Blick wanderte unverhohlen zu Ramonas durchtrainiertem Bauch und verweilte bei der Tätowierung unter ihrem Bauchnabel – ein schwarzes Fischsymbol.
»Ich wollte dich schon länger fragen: Hat dein Tattoo eine besondere Bedeutung?«
»Du kennst Ichthys, das christliche Symbol, nicht?« Ramona schüttelte kurz den Kopf. »Mein Vater ist an diesem Tattoo schuld. Das ist eine lange Geschichte.« Ramona holte ein paar Mal tief Luft und deutete dann kurz auf ihren Hals. »Die Kette mit dem Kreuz habe ich von ihm zu meiner Geburt bekommen. Sie ist ein Andenken an ihn – und an Gott.«
»Irgendwie hast du es ja mit der Religion«, bemerkte Claudia.
Dann drückte Ramona auf dem Display des Laufbandes auf Pause. Sowohl das Gerät als auch ihre Schritte wurden langsamer. Kichernd entgegnete Ramona: »Ich bin eine gläubige Sünderin.«
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