Wenig später saß ich mit Frau Knuff in einem sehr geräumigen sowie luxuriösen Wohnzimmer auf einem weißen Ecksofa. Und nach ungefähr einer viertel Stunde hielt ich dort ihre prallen Hupen in meinen Händen und fragte mich: „Soll ich noch fester zugreifen?“
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Textschnipsel
Textschnipsel: Der Partnervermittler
Diese tobte lauthals weiter: »Das hat für euch schlimme Folgen. Meine Tochter kam zu Ihnen, weil sie einen Ehemann sucht, und Sie bumsen mit ihr in der Tiefgarage auf der Motorhaube ihres Mercedes.« Wofür ein gutes deutsches Auto doch alles nützlich sein kann! Noch bevor mir passende Worte einfielen, fuhr die Entrüstete fort: »Ich lasse Ihren Laden schließen. Mein Kind ist erst 17 und wird erst in vier Monaten volljährig.«
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Textschnipsel: Der Partnervermittler
Ich hörte umgehend ein kräftiges Lachen und daraufhin: »Wissen Sie nicht, wer ihr Kunde ist? Seine Familie ist Six Feet Under. Er hat vor zig Jahren seine Frau und seine beiden Kinder umgebracht. Er ist seit einem Jahr wieder auf freiem Fuß.«
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Textschnipsel: Die Paartherapeutin
Claudias Blick wanderte unverhohlen zu Ramonas durchtrainiertem Bauch und verweilte bei der Tätowierung unter ihrem Bauchnabel – ein schwarzes Fischsymbol.
»Ich wollte dich schon länger fragen: Hat dein Tattoo eine besondere Bedeutung?«
»Du kennst Ichthys, das christliche Symbol, nicht?« Ramona schüttelte kurz den Kopf. »Mein Vater ist an diesem Tattoo schuld. Das ist eine lange Geschichte.« Ramona holte ein paar Mal tief Luft und deutete dann kurz auf ihren Hals. »Die Kette mit dem Kreuz habe ich von ihm zu meiner Geburt bekommen. Sie ist ein Andenken an ihn – und an Gott.«
»Irgendwie hast du es ja mit der Religion«, bemerkte Claudia.
Dann drückte Ramona auf dem Display des Laufbandes auf Pause. Sowohl das Gerät als auch ihre Schritte wurden langsamer. Kichernd entgegnete Ramona: »Ich bin eine gläubige Sünderin.«
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Textschnipsel: Alana — Todesliste
Kurz sah sie zu dem glatzköpfigen Mann, der ihr mit Jeanshose und Jeansjacke gegenüberstand, dann auf die Wiese, wo sich ein weiterer Mann befand. Er lag dort regungslos.
Es war nicht zu erwarten, dass er aufstehen würde. Das Blut, das von seiner Schläfe aus über sein Gesicht gelaufen war, glänzte und hob sich deutlich von seiner schwarzen Hautfarbe ab. Sie selber war etwas hellhäutiger als er.
Sie schluckte trocken, zuckte nervös mit den Schultern und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Ihre Augenlider flatterten.
»Schau ruhig genau hin, Alana«, sagte der Glatzkopf zu ihr. Sein Gesicht war ernst. »Du wusstest bei deiner Berufswahl, worauf du dich einlässt. Entsetzt dich die erste Leiche?«, fügte er hinzu.
Sie nickte und verzog angewidert das Gesicht.
»Deswegen haben Sie mich angerufen und darum sollte ich sofort kommen«, sagte sie.
Er runzelte die Stirn. »Wir haben uns doch auf Du geeinigt.«
»Ja Marc«, erwiderte sie und nickte erneut.
»Dir fällt es schwer, weil ich dein Ausbilder und älter bin«, sagte er und starrte sie an. »Tja, Alana. Nun erlebst du die Realität des Berufs von Beginn an.
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Textschnipsel: Der Partnervermittler
»Dirk«, so Herr Groke, »meistens stürzen sich die Kunden euphorisch auf die ersten Kontakte und wenn es damit nicht so klappt wie gedacht, sind sie enttäuscht. Viele lassen dann den Kopf hängen und melden sich bald nicht mehr bei uns!«
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Textschnipsel: Die Paartherapeutin
Langsam tänzelte sie in Richtung Sofa, ihre Hände – und mit ihnen die Messer – bewegten sich im Rhythmus der Musik.
Es waren Dirigentenstäbe für scharfe Musik, die angsteinflößend und kunstvoll zugleich wirkten. Eine interessante Performance. Die Messer funkelten bedrohlich, und Ramonas Augen auch.
Nun dröhnte ein wilder Trommelwirbel aus den Lautsprechern und im Song wurde gebrüllt. Nach einer Weile war die unverkennbare Stimme von Mick Jagger zu hören.
Mit den Messern in den Händen tanzte sie nun leidenschaftlich zu “Sympathy for the Devil” und sang euphorisch mit.
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