Textschnipsel
Langsam tänzelte sie in Richtung Sofa, ihre Hände – und mit ihnen die Messer – bewegten sich im Rhythmus der Musik.
Es waren Dirigentenstäbe für scharfe Musik, die angsteinflößend und kunstvoll zugleich wirkten. Eine interessante Performance. Die Messer funkelten bedrohlich, und Ramonas Augen auch.
Nun dröhnte ein wilder Trommelwirbel aus den Lautsprechern und im Song wurde gebrüllt. Nach einer Weile war die unverkennbare Stimme von Mick Jagger zu hören.
Mit den Messern in den Händen tanzte sie nun leidenschaftlich zu “Sympathy for the Devil” und sang euphorisch mit.
Seite 17
»Dirk«, so Herr Groke, »meistens stürzen sich die Kunden euphorisch auf die ersten Kontakte und wenn es damit nicht so klappt wie gedacht, sind sie enttäuscht. Viele lassen dann den Kopf hängen und melden sich bald nicht mehr bei uns!«
(Seite 93)
Leseproben
Ramona hielt ein kleines, daumengroßes Glasfläschchen in ihrer rechten Hand, das ebenso schwarz war wie ihre Fingernägel und ihre Kleidung. Die sehr kleine Öffnung des Fläschchens zeigte nach unten. Bei jedem Tropfen, der herauskam und auf den Boden der leeren Kaffeetasse darunter plumpste, zählte sie konzentriert und leise mit.
»…11, 12, 13, 14.« Ihre Gesichtszüge waren ernst, und die schwarz geschminkten Lippen unterstrichen diese Ernsthaftigkeit. Als sie bei 15 angekommen war, stoppte sie, drehte den Verschluss zu und stellte die Tasse unter den Kaffeeauslauf.
Anschließend schaute sie mit zusammengepressten Lippen aus dem Küchenfenster und betrachtete das Treiben auf der Straße, bevor sie zum Esstisch ging. Das Fläschchen steckte sie in die darauf liegende Handtasche und nahm Platz.
Ich saß an meinem schlichten weißen Schreibtisch im Büro – nichts weiter als eine Arbeitsplatte und vier metallene Tischbeine. Der Raum war karg eingerichtet, das Wenige, das darin stand, unspektakulär.
Vor mir befand sich ein eingeschalteter Commodore‑64‑Computer mit Diskettenlaufwerk. Ich sah auf dessen Monitor und überflog einen selbstgeschriebenen Text. Grelles Sonnenlicht fiel durch das Fenster hinter mir und spiegelte sich auf dem Bildschirm, was das Lesen erschwerte. Die Hitze brannte auf meinem Rücken und drückte mir feuchte Schweißperlen auf die Stirn. Langsam rann ein Tropfen herunter.
Ich saß an meinem schlichten weißen Schreibtisch im Büro – nichts weiter als eine Arbeitsplatte und vier metallene Tischbeine. Der Raum war karg eingerichtet, das Wenige, das darin stand, unspektakulär.
Vor mir befand sich ein eingeschalteter Commodore‑64‑Computer mit Diskettenlaufwerk. Ich sah auf dessen Monitor und überflog einen selbstgeschriebenen Text. Grelles Sonnenlicht fiel durch das Fenster hinter mir und spiegelte sich auf dem Bildschirm, was das Lesen erschwerte. Die Hitze brannte auf meinem Rücken und drückte mir feuchte Schweißperlen auf die Stirn. Langsam rann ein Tropfen herunter.
Ramona hielt ein kleines, daumengroßes Glasfläschchen in ihrer rechten Hand, das ebenso schwarz war wie ihre Fingernägel und ihre Kleidung. Die sehr kleine Öffnung des Fläschchens zeigte nach unten. Bei jedem Tropfen, der herauskam und auf den Boden der leeren Kaffeetasse darunter plumpste, zählte sie konzentriert und leise mit.
»…11, 12, 13, 14.« Ihre Gesichtszüge waren ernst, und die schwarz geschminkten Lippen unterstrichen diese Ernsthaftigkeit. Als sie bei 15 angekommen war, stoppte sie, drehte den Verschluss zu und stellte die Tasse unter den Kaffeeauslauf.
Anschließend schaute sie mit zusammengepressten Lippen aus dem Küchenfenster und betrachtete das Treiben auf der Straße, bevor sie zum Esstisch ging. Das Fläschchen steckte sie in die darauf liegende Handtasche und nahm Platz.